Yuna – ein Hundebett im Himmel


Januar 2021

Mein Frauchen hat mir heute erklärt, woher der Schnee kommt. Also, dort oben am Himmel sind ja diese großen weißen Flecken. Die nennt man auch Wolken. In Wirklichkeit sind das alles Hundebettchen, also Wolkenbettchen. Und da oben wohnt eine alte Frau, die Frau Holle. Und die hat anscheinend ganz viele Hunde. Darum sind das auch so viele Wolkenbettchen. Und wenn die Frau Holle die Wolkenbettchen aufschüttelt, dann fällt dort dieses weiße Zeug, also der Schnee heraus. Die Hunde von der Frau Holle sind anscheinend noch nicht so gut erzogen, da sie immer in ihre Bettchen Löcher rein beißen. Das kenn ich, wenn ich zu stark mit einem der Kissen spiele, dann kommt da auch Schnee heraus. Jedoch ist der ganz anders, als der von der Frau Holle und ihren Wolkenbettchen. Aber mit dem kann man mindestens genauso gut spielen. Ich frag mich, wie die Hunde von Frau Holle wohl aussehen. Wisst ihr noch von meiner Geschichte mit den bellenden Hunden an Neujahr, als die Sterne am Himmel explodiert sind. Bestimmt waren das die Hunde von Frau Holle 😀

Herrchen und Frauchen nehmen mich gerade jede Woche zu so einem Treffen mit. Und ihr werdet es nicht glauben, da sind überall andere Welpen! Die nennen das anscheinend Welpenschule. Ich dachte immer es gibt nur meine Geschwister und mich. Die Namen meiner ganzen neuen Freunde kann ich mir leider nie alle merken. Der eine ist schwarz-weiß und hat eine Spitze Nase und ganz langes Fell. Der hatte die gaaaanze Stunde etwas zu erzählen. War eigentlich sehr interessant was der alles weis. Aber sein Frauchen hat ihm dauernd verboten seine Geschichten laut in die Klasse zu rufen. Dann gibt es noch einen Schwarz-weißen. Ich glaub, dass ist so ein Landseer oder so. Der ist immer so tapsig und bekommt nur mit was direkt vor seine Schnauze passiert. Sein Frauchen muss immer voll lange rufen bis er mitbekommt, dass er gemeint ist. Dem zeig ich immer, wie das eigentlich funktioniert mit dem kommen, aber der passt da nie auf.

Und dann gibts natürlich noch die Marly, meine neue beste Freundin. Wir haben uns gleich gut schnüffeln können und das Beste: Marlys und mein Frauchen scheinen sich irgendwie schon zu kennen – von früher wahrscheinlich. Ich würde gerne wissen, wie mein Frauchen so war als kleiner Welpe. Auf jedenfalls gehen wir seitdem an den Wochenenden immer mal wieder Marly besuchen und wir dürfen ganz ohne Hundelehrerbelehrungen zusammen über die Felder flitzen. Leider sind meine Beinchen noch nicht so lange und ich bin immer etwas hinterher. Aber irgendwann, werde ich genau so schnell wie Marly sein… ganz bestimmt. Achja Frauchen meint ich müsse noch ganz oft in diese Welpenschule damit ich auch irgendwann mal so gut höre wie die älteren Hunde. Ich weis gar nicht was sie damit meint, ich war doch immer voll aufmerksam … äh was hast du gesagt Frauchen???

Wau und Ciao, eure Yuna

Yuna – Silvester und andere Problemchen


Silvester 20/21:

Hallo an alle Fellnasen da draußen. Ich wohne jetzt schon seit über einer Woche bei meinem neuen Frauchen und Herrchen. Und obwohl ich meine Mama bei all den neuen Abenteuern doch noch sehr vermisse, glaub ich, hier halte ich es auch noch länger aus.

Anders als bei meiner alten Familie, gehen wir ca. alle 1-2 Stunden raus. inzwischen weis ich auch wann es so weit ist. Erst ziehen sich die 2-Beiner lauter zeug an. Die tun mir ziemlich leid, die haben gar nicht so ein tolles Fell wie ich. Mein Fell ist sooo gemütlich, nur mein Bauchi ist noch ziemlich nackig. Wenn die 2-Beiner dann endlich fertig sind, dann bekomm ich mein Halsband und meine Leine an. Also so eine Leine ist ja schon ein doofes Ding. Sobald ich gerade richtig am losrennen bin, stoppt die plötzlich und ich mach immer ein Purzelbaum nach hinten. Ich bin schon dabei die durch zu knabbern, dass muss ich aber heimlich machen, Frauchen sieht das nicht so gerne.

mein erster Spaziergang im Park

Meistens wenn ich draußen bin, dann schauen Frauchen und Herrchen mich immer so komisch an. Anscheinend wissen die nicht was sie dort tun sollen. Und obwohl ich ihnen zeig, was es alles tolles zu spielen gibt, wie an Ästen knabbern, Gras ausreisen oder Laub fangen, verstehen die das irgendwie nicht. Nur wenn ich Pipi mach, oder mein Häufchen, da freuen die sich plötzlich. Sie rufen mir dann auch immer zu „Pippi, Pipiii, Yuna mach Pipiiiii“. Ich glaub die sehen nicht mehr so gut, ich meine ich mach doch schon, und das direkt vor ihren Augen. Nach dem Pipiiiii gibts dann immer ein Leckerli oder ich werde gelobt. Aber leider funktioniert das im Haus nicht so gut. Ich glaube Sie denken dann immer die Pfütze kommt von einem anderen Hund, und wollen den dann loben. Und selbst wenn ich direkt vor ihnen Pipi mache, dann rufen sie auch nicht „Pipi, feine Maus“, sondern „Nein!“ und tun mein Pipi immer gleich wieder weg wischen. Dabei riecht die Wohnung doch gleich viel interessanter, mit kleinen Duftnoten in jeder Ecke. Naja ich probiere einfach noch so lange Stellen aus, bis ich die richtige gefunden habe. Vielleicht finden sie es ja besser wenn ich hinters Sofa gehe oder mal direkt in ein Schuh? Mal schauen, ich werde euch berichten, wenn ich den richtigen Ort gefunden hab und Frauchen ein freudiges „Pipiiiii“ ruft.

Vor ein paar Tagen, als ich gerade aus der Haustür heraus schnubberte, sah es dort draußen alles so anders aus. Es war alles mit so weißem Zeug gepudert. Das ist wohl vom Himmel gefallen. Auf jeden fall, kam von dort immer noch mehr runter. Und wenn man seine Pfote drauf setzt dann bleibt da der Abdruck zurück. Sogar essen kann man das weiße Zeugs, nur etwas kalt ist es. Aber Vorsicht, wenn man zu viel ist, bekommt man anscheinen Bauchweh, sagt mein Frauchen wenigstens. Wahrscheinlich hat sie aber gar keine Ahnung. Ich hab sie nämlich noch nie daran knabbern gesehen. Mein Herrchen findet in dem Schnee (so nennen sie das weiße Zeugs) immer kleine Bälle, die er für mich in die Luft wirft. Aber jedes mal wenn ich ihn Fange, ist der Ball plötzlich weg. Er liegt dann auch nicht auf dem Boden, nur Schnee bleibt dann in meiner Schnauze zurück. Auch finde ich die Bälle nie, egal wie weit ich meine Nasenspitze auch in den Schnee hinein stecke, die sind einfach weg.

Normalerweise muss ich immer Abends um 10 ins Bettchen gehen. Da sind Frauchen und Herrchen immer so müde vom Spielen mit mir. Aber gestern sind wir alle länger auf geblieben. Ich glaube, dass hatte irgendetwas damit zu tun, das den Tag über draußen immer ein Hund gebellt hat. Das war ganz tief und soooo laut. Das muss ein riesiger Hund gewesen sein. Aber ich hatte gar keine Angst, als ich noch bei meiner Mama war, da waren in unserem Welpenzimmer so große Vögel, die haben auch immer ganz laut gebellt. Aber bei den hört sich das ganz anders an als bei mir und meinen Geschwistern. Die bellen ganz hoch und schrill. Jedenfalls hatte ich fast gar keine Angst. Es wurde dann immer später und der große Hund hat auch immer öfter gebellt. Ich glaub der hat sein Rudel gerufen. Irgendwann haben nämlich von allen Richtungen große Hunde mit einer tiefen Stimme gebellt. Mein Frauchen hatte gedacht ich hab da Angst davor. Aber von wegen, ich wollte wissen wer da so laut bellen kann. Bin dann mit Frauchen und Herrchen auf meinem Sofa im Wintergarten gehockt, damit ich besser sehen konnte. Und ihr werdet es mir nicht glauben, die waren so laut, dass die Sterne am Himmel dabei explodiert sind. Die sind in tausend Splitter zerbrochen. Aber die großen Hunde konnte ich nicht sehen. Dafür war es wahrscheinlich zu dunkel. Ich werde ab jetzt üben, damit ich auch bald so laut bellen kann. Und Morgen beim Gassi gehen, werde ich gleich mal schauen, ob ich noch Reste der Sterne finde. Irgendwann wurde es dann wieder leiser und die Hunde sind immer weiter weg gelaufen. Aber das war ok. Ich war schon ganz schön müde inzwischen. Und ich war froh als endlich alle in ihren Körbchen lagen. Herrchen und Frauchen haben mir noch ein schönes neues Jahr gewünscht, bevor ich eingeschlafen bin. Ich hätte ihn aber gerne mal gesehen, diesen Hund, der so laut bellen kann, das die Sterne explodieren.

Wau und Ciao, eure Yuna

Yuna – Die kleine Fellnase


Die ersten Wochen der Fellnase:

Ich bin Yuna und wurde heute (23.12.20) vor genau 8 Wochen mit meinen 4 Geschwistern geboren. Mein Rudel besteht, natürlich, aus meinen Geschwistern, meiner Mama und meinem Papa, 2 weiteren Fellnasen, mehreren Samtpfoten, unzähligen Vögeln und natürlich mit Herrchen, Frauchen und den kleinen 2-Beinern.

Ich kann euch sagen, die ersten Wochen sind die Schwersten. Als ich geboren wurde, konnte ich noch nicht mal sehen. Aber zum Glück war meine Mama da, die ist sowieso die Beste. Von Mama gibt´s Kuscheleinheiten und Milch. Aber man muss schnell sein, da meine Geschwister auch immer etwas ab haben wollen.

Aber inzwischen sind wir 5 ja jetzt schon sooooooo groß geworden. Am meisten macht es mir spaß mit meinen Geschwistern zu streiten. Aber ganz fair ist das nicht, die 3 Jungs sind schon etwas größer als meine Schwester und ich. Am gemeinsten ist es jedoch, wenn die großen Fellnasen auch mitspielen. Da kann man ja gar nicht gewinnen. Und nur weil ich einem der großen 4-Beinern gaaaanz aus versehen in den Schwanz zwick, heißt des ja nicht, dass man mich gleich durch den halben Raum ziehen darf!

Ja so schön sah mein leben bisher aus, spielen, kuscheln, schlafen und fressen.

Aber heute morgen war alles anders als sonst. Frauchen ist mit uns in so ein „Auto“ gestiegen. Da musste man gar nicht laufen, dass ist von ganz alleine gefahren! Zum Glück war Mama dabei, wenn Mama dabei ist, hab ich vor gar nichts angst. Wir sind dann zu so einem Typ gefahren. Ich kann euch sagen, so ein Schuft, erst hat er uns mit Leckerlis gelockt und dann hat er uns einfach gepikst. Das soll wohl eine Impfung sein, was auch immer das ist. Und so einen Chip hab ich auch bekommen. Ja ich bin jetzt ein halber Roboterhund, dass ist doch cool oder?! Ich bin mal gespannt was ich dadurch jetzt alles kann. Am liebsten wäre mir super Sprungkraft, dann kann ich aus dem Welpengitter hüpfen. Oder ich werde so stark wie ein Bär, dann kann mein großer Bruder mich nicht immer auf den Boden drücken. Bis jetzt hab ich noch nichts gemerkt, aber sowas braucht ja auch immer Zeit.

Als wir dann wieder zuhause waren, sind 2 weitere 2-Beiner zu besuch gekommen. Aber die kenn ich schon, die haben mir meinen Namen (Yuna) gegeben. Die sind ganz OK und was total cool war, die haben nur mit mir gespielt und nicht mit meinen Geschwistern. Die wissen halt, dass ich die beste bin 🙂 . Mein Frauchen meinte, dass das jetzt meine „neuen“ Frauchen und Herrchen sind. Nachdem wir dann fertig gespielt haben, sind wir zusammen raus gegangen. Als wir das Haus verlassen haben, hatte mein Frauchen ganz nasse Augen. Ich hoffe, die neuen 2-Beiner haben Sie nicht zu stark gezwickt beim spielen oder so. Naja, wenn ich zurück komme, werde ich Ihr ein bisschen das Gesicht abschlabbern, dass macht alles wieder gut. Mit den neuen 2-Beinern bin ich dann zusammen in ein anderes Auto gestiegen. Irgendwie war es komisch, Mama war ja gar nicht dabei. Aber ich wollte, dass Mama stolz auf mich ist, wenn ich wieder zurück komme. Drum bin ich ganz ruhig geblieben und mein neues Frauchen hat mich die ganze Fahrt auf ihrem Schoss genommen und gestreichelt.

Das neue Frauchen und Herrchen haben mich in ihre Wohnung mitgekommen. Die haben da ein riesen Hundebett und ganz tolle Spielsachen. Die haben gemeint das ist jetzt alles meins. Wenn das meine Geschwister sehen, die werden ja neidisch werden 🙂 . Als es dann dunkel wurde, gab es im Schlafzimmer sogar noch ein zweites Hundebett für mich. Das ist also meine erste Übernachtungsparty. In dem Bett lag sogar ein Kuschelhandtuch, das hat nach meiner Mama geduftet. Ein bisschen mulmig war mir ja in der Nacht schon, so ganz ohne Geschwister und Mama. Zum Glück hat mein neues Frauchen mich immer wieder gestreichelt. Ich hab dann von meinen neuen Spielsachen, den bald entstehenden Roboterhundkräften und natürlich von meiner Mama geträumt.

Wau und Ciao, eure Yuna